PFAS-Verbot: das ist der Stand

Bisher kam man nicht an ihnen vorbei: Backpapier, Zahnseide, Funktionskleidung, Pfannen und Töpfe mit Antihaftbeschichtung, ja sogar zum Teil im Kühlmittel für Wärmepumpen - PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen), verleihen unzähligen Alltagsgegenständen ihre individuelle Funktionsfähigkeit.

Sie sind sowohl wasser-, fett- als auch schmutzabweisend und zudem resistent gegen UV-Strahlung und hohe, ebenso niedrige Temperaturen.
Aufgrund der hohen Beständigkeit resultiert eine geringe Abbaubarkeit, welche dazu führt, dass PFAS-Verbindungen lange in der Umwelt verbleiben und sich in Organismen anreichern können.

Daher hat das Bundesumweltministerium ein Aktionsprogramm zum Schutz vor schädlichen Chemikalien verabschiedet, dass auch Maßnahmen zur Reduzierung des Einsatzes von PFAS beinhaltet. 

Bereits seit 2020 ist PFOA (Perfluoroctansäure), eine von über 1000 Chemikalien, die der Stoffgruppe der PFAS angehören, innerhalb der EU verboten. Nun liegt seit Februar 2023 ein Vorschlag vor, für die gesamte Gruppe ein Verbot zu verhängen.
Eine Entscheidung seitens der EU wird frühestens 2025 erwartet.

Bis dahin wird unter den Experten weiter geforscht, nach umweltfreundlicheren Alternativen gesucht, aber auch diskutiert. 
Beispielsweise gibt es ebenso differenzierte Betrachtungen der Verbotsthematik: 
Zum einen liegen fluorbasierte Polymere bei Raumtemperatur im festen Zustand vor, zum anderen sind sie in Form von Additiven fest in einer polymeren Matrix eingebunden. Beides bewirkt, dass bei normaler Handhabung keine direkte Gefahr besteht.

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